Sonntag, 7. Mai 2017

Geschafft!

Die Masterarbeit ist abgegeben, die ersten "Unzulänglichkeiten" sind mir auch im nachhinein aufgefallen (erstaunlich wenn der ganze Druck weg ist), ohne dass ich überhaupt noch mal in das Werk geschaut habe. Nun ist es aber zumindest vorbei.

Jeder wissenschaftlichen Studie, zumindest im Fachbereich Psychologie, wird ein kurzer Text aus 150 Wörtern (Soll), der über die komplette Arbeit grob Aufschluss geben soll.

Zusammenfassung

Raumbezogene Identifikation entsteht aus Zugehörigkeit zu sozialen und symbolischen Gruppen mit geteilten Einstellungen. In Räumen mit geringer Diversität können gegenüber ethnokulturellen Minderheitsgruppen wie Asylbewerbenden negative Einstellung und geringere Integrationsbereitschaft auftreten. Für eine Onlineerhebung wurden 54 Befragte aus verschiedenen Kontexten innerhalb Sachsens rekrutiert, um Zusammenhänge zwischen dem Ausmaß raumbezogener Identifikation, Wohnumgebung, Einstellungen zu Ethnozentrismus und Akkulturation sowie gegenüber der xenophoben Ressentimentbewegung Pegida in Dresden zu untersuchen. Ethnozentrismus ist in verstädterter und ländlicher Wohnumgebung stärker und Integrationserwartung niedriger ausgeprägt als in städtischer, was auch durch die Zustimmung zu Multikulturalismus deutlich wird. Die Akkulturationseinstellung Melting Pot erhielt umfeldunabhängig die höchste Zustimmung. Die deutlichsten Unterschiede zwischen den Wohnumgebungen zeigte die Zustimmung für Segregation. Befragte in Dresden lehnten Pegida generell ab, während die Befürwortung außerhalb mit höherer raumbezogener Identifikation zunahm. Das Szenario einer flüchtlingsbezogenen Diversitätserfahrung im Alltagskontext löste bei Befragten nach Zeitpunkt der Präsentation unterschiedliche Reaktionen aus. Zur Förderung von Toleranz zwischen verschiedenen Gruppen könnte ein dauerhaftes Dialogangebot beitragen.
 
Wer generell mehr wissen möchte, kann mich anschreiben und auf Wunsch auch ein Exemplar der Arbeit lesen (ca. 65 Seiten reiner Text). Ansonsten werde ich nach und nach noch ein paar markante Ergebnisse hier posten. Die Stichprobe ist relativ klein, sodass der wissenschaftliche Wert etwas eingeschränkt erscheint.

Danke an alle die mich durch verwertbare Antworten unterstützt haben!
 

Mittwoch, 25. Januar 2017

DANKE!!

Nach über drei Monaten Suche nach Leuten, die mitmachen, 500 verteilten Flyern, über 200 angesprochenen Personen, schätzungsweise 1500 dafür zurückgelegten Kilometern, gab es ca. 130 Aufrufe meiner Blogseite, 100 Aufrufe meiner Umfrageseite und 60 abgeschlossene Befragungen.

Der Aufwand war natürlich groß, und der Erfolg in statistischer Hinsicht ist vergleichsweise klein. Die Zielgröße lag bei 100, zuletzt bei 70, um damit entsprechende methodische Annahmen zu treffen, um auf eine Bevölkerungsgröße von mehreren Millionen Menschen schließen zu können, konkret die sächsische Bevölkerung.

Dennoch bin ich froh und danke allen, die sich die Zeit genommen haben, sich mit meiner Befragung auseinanderzusetzen.

Und jetzt geht es an Auswertung und daran eine Arbeit aus den Erkenntnissen und Informationen der letzten 10 Monate zu schreiben.