Jeder wissenschaftlichen Studie, zumindest im Fachbereich Psychologie, wird ein kurzer Text aus 150 Wörtern (Soll), der über die komplette Arbeit grob Aufschluss geben soll.
Zusammenfassung
Raumbezogene Identifikation
entsteht aus Zugehörigkeit zu sozialen und symbolischen Gruppen mit geteilten
Einstellungen. In Räumen mit geringer Diversität können gegenüber
ethnokulturellen Minderheitsgruppen wie Asylbewerbenden negative Einstellung
und geringere Integrationsbereitschaft auftreten. Für eine Onlineerhebung
wurden 54 Befragte aus verschiedenen Kontexten innerhalb Sachsens rekrutiert,
um Zusammenhänge zwischen dem Ausmaß raumbezogener Identifikation, Wohnumgebung,
Einstellungen zu Ethnozentrismus und Akkulturation sowie gegenüber der xenophoben
Ressentimentbewegung Pegida in Dresden zu untersuchen. Ethnozentrismus ist in
verstädterter und ländlicher Wohnumgebung stärker und Integrationserwartung
niedriger ausgeprägt als in städtischer, was auch durch die Zustimmung zu Multikulturalismus
deutlich wird. Die Akkulturationseinstellung Melting Pot erhielt umfeldunabhängig
die höchste Zustimmung. Die deutlichsten Unterschiede zwischen den
Wohnumgebungen zeigte die Zustimmung für Segregation. Befragte in Dresden
lehnten Pegida generell ab, während die Befürwortung außerhalb mit höherer raumbezogener
Identifikation zunahm. Das Szenario einer flüchtlingsbezogenen
Diversitätserfahrung im Alltagskontext löste bei Befragten nach Zeitpunkt der
Präsentation unterschiedliche Reaktionen aus. Zur Förderung von Toleranz
zwischen verschiedenen Gruppen könnte ein dauerhaftes Dialogangebot beitragen.
Danke an alle die mich durch verwertbare Antworten unterstützt haben!
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