Samstag, 13. April 2019

Bewertung dieser Studie

Von der FernUniversität in Hagen wurde diese Studie Ende August 2017 mit "5" bewertet - allerdings nur von einem einzigen Prüfer, dem gleichzeitigen Betreuer dieser Arbeit. Warum hat er es dann nur so laufen lassen? Es war zweifelsohne lange im Voraus für ihn abzusehen.
Nach meinem Widerspruch und darauf folgender Klage wurde der Notenbescheid nach einem anderthalbem Jahr aufgehoben, jedoch nur im Hinblick darauf, dass es im März 2019 eine Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht gab. Ohne Klage wäre gar nichts passiert.
Die FernUniversität Hagen hat damit zumindest durch das Nachgeben im Gerichtsverfahren ihre erheblichen Betreuungs-Prüfungsfehler "aus Kulanz" eingeräumt.
Dennoch ist das gesamte Vorgehen der FernUniversität, besser gesagt des Betreuers und Prüfers in einer Person, extrem kritikwürdig und keinesfalls akzeptabel.
Die Arbeit ist unbenotet und wird auch keine Note erhalten.
Der enorme Arbeitsaufwand und die Erkenntnis daraus bleiben.
Ernüchterung bleibt.

Leider bin ich zu der Auffassung gelangt, dass fundierte Erkenntnisse in unserer Gesellschaft unerwünscht sind - auf der einen Seite konstruiert sich die Wissenschaft "ihre" "erwünschte Realität" selbst und in der Gesellschaft dominiert Populismus und Polarisation. Spezifische Gruppen, sei es das Linke Lager, das Rechte Lager oder die selbst erklärte demokratische Mitte, beabsichtigen vorrangig die Durchsetzung eigener Interessen, ein gewisser politisch-gesellschaftlich-wirtschaftlicher Lobbyismus den die Wissenschaft bedient

Sonntag, 7. Mai 2017

Geschafft!

Die Masterarbeit ist abgegeben, die ersten "Unzulänglichkeiten" sind mir auch im nachhinein aufgefallen (erstaunlich wenn der ganze Druck weg ist), ohne dass ich überhaupt noch mal in das Werk geschaut habe. Nun ist es aber zumindest vorbei.

Jeder wissenschaftlichen Studie, zumindest im Fachbereich Psychologie, wird ein kurzer Text aus 150 Wörtern (Soll), der über die komplette Arbeit grob Aufschluss geben soll.

Zusammenfassung

Raumbezogene Identifikation entsteht aus Zugehörigkeit zu sozialen und symbolischen Gruppen mit geteilten Einstellungen. In Räumen mit geringer Diversität können gegenüber ethnokulturellen Minderheitsgruppen wie Asylbewerbenden negative Einstellung und geringere Integrationsbereitschaft auftreten. Für eine Onlineerhebung wurden 54 Befragte aus verschiedenen Kontexten innerhalb Sachsens rekrutiert, um Zusammenhänge zwischen dem Ausmaß raumbezogener Identifikation, Wohnumgebung, Einstellungen zu Ethnozentrismus und Akkulturation sowie gegenüber der xenophoben Ressentimentbewegung Pegida in Dresden zu untersuchen. Ethnozentrismus ist in verstädterter und ländlicher Wohnumgebung stärker und Integrationserwartung niedriger ausgeprägt als in städtischer, was auch durch die Zustimmung zu Multikulturalismus deutlich wird. Die Akkulturationseinstellung Melting Pot erhielt umfeldunabhängig die höchste Zustimmung. Die deutlichsten Unterschiede zwischen den Wohnumgebungen zeigte die Zustimmung für Segregation. Befragte in Dresden lehnten Pegida generell ab, während die Befürwortung außerhalb mit höherer raumbezogener Identifikation zunahm. Das Szenario einer flüchtlingsbezogenen Diversitätserfahrung im Alltagskontext löste bei Befragten nach Zeitpunkt der Präsentation unterschiedliche Reaktionen aus. Zur Förderung von Toleranz zwischen verschiedenen Gruppen könnte ein dauerhaftes Dialogangebot beitragen.
 
Wer generell mehr wissen möchte, kann mich anschreiben und auf Wunsch auch ein Exemplar der Arbeit lesen (ca. 65 Seiten reiner Text). Ansonsten werde ich nach und nach noch ein paar markante Ergebnisse hier posten. Die Stichprobe ist relativ klein, sodass der wissenschaftliche Wert etwas eingeschränkt erscheint.

Danke an alle die mich durch verwertbare Antworten unterstützt haben!
 

Mittwoch, 25. Januar 2017

DANKE!!

Nach über drei Monaten Suche nach Leuten, die mitmachen, 500 verteilten Flyern, über 200 angesprochenen Personen, schätzungsweise 1500 dafür zurückgelegten Kilometern, gab es ca. 130 Aufrufe meiner Blogseite, 100 Aufrufe meiner Umfrageseite und 60 abgeschlossene Befragungen.

Der Aufwand war natürlich groß, und der Erfolg in statistischer Hinsicht ist vergleichsweise klein. Die Zielgröße lag bei 100, zuletzt bei 70, um damit entsprechende methodische Annahmen zu treffen, um auf eine Bevölkerungsgröße von mehreren Millionen Menschen schließen zu können, konkret die sächsische Bevölkerung.

Dennoch bin ich froh und danke allen, die sich die Zeit genommen haben, sich mit meiner Befragung auseinanderzusetzen.

Und jetzt geht es an Auswertung und daran eine Arbeit aus den Erkenntnissen und Informationen der letzten 10 Monate zu schreiben.

Mittwoch, 2. November 2016

Im 371 Stadtmagzin Chemnitz

371 November Heft Stadtmagazin Chemnitz

geblättert, und da gefunden!


Dann nun auch im Stadtmagazin 371 Novemberheft auf S. 38 in Chemnitz vertreten (leider funktioniert auch auf der Internetseite selbst nicht die Verlinkung und das mühsame Abtippen dieser Nicht-Worte in der Adresse ist notwendig).Ob es was bringt wird sich erst um den 18. zeigen, wenn soweit im Planer geblättert wurde. Bin da trotzdem skeptisch, aber immerhin, es ist drin.
 Auf L-O-Tour hier und da verteilt.

Und weiter unterwegs...

Sa wieder mitten durchs Erzgebirge in der Hoffnung gehört zu werden, zumindest spielt das Wetter mit, ist halt bissel kalt, aber zumindest trocken und ab und zu auch mal n Sonnenstrahl, nur auf Erzgebirgskamm ziemlich kalt. Übrigens wollen die in Tschechien gar kein Tschechisch hören... mmh. Zumindest konnt ich noch paar Kronen abgeben.

 

 

Tja, und der nächste Tag, der 31.10. dann Dresden:
Pegida oder Nope (die Gegendemo) kann man ja halten was man will, zum Flyer verteilen ist das jedenfalls weniger geeignet - zumindest an die Leute, die teilnehmen und auch die beobachten - zumindest einfach mal so beobachten. Mit Flyern in der Hand wird man ignoriert, mit einem Schild in der Hand auch... Massen von Flyern auf der Straße liegen zu sehen bringt es auch nicht (die muss ich dann ja theoretisch wieder einsammeln). Und irgendwie ist da sowieso "alles klar" - da mit einer Studie zu kommen ist doch vollkommen unnötig und überflüssig.

Nope-Demo mit Banner am Postplatz Dresden


Pegida Durchlauf vom Postplatz zum Postplatz Dresden am Reformationstag

Um es noch mal deutlich zu machen: Das ist weder ein Pro- noch einen Kontra-Pegida-Studie, wo irgendetwas bestätigt oder widerlegt werden sollte. Die Flyer und der Hintergrund sind einfach so gewählt, weil diese notwendigerweise ein Design, was Aufmerksamkeit zieht, haben sollten.

Aber hier ist man dennoch auf keiner Seite an irgendwas interessiert.
Trotzdem Danke an den TUDler ;) immerhin gibt s noch mehr die Forschung machen.
Daher, hat sich der Weg doch gelohnt.

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Flyer unterwegs

So, nach der ersten Woche publik, einer Fahrt übers Ost-Osterzgebirge (Klingenberg - Dippoldiswalde) nach Dresden und dortigem Flyer-Auswurf sowie der Verteilung bei allen Gelegenheiten, ist das Echo sehr gemischt. "Rechte" Flyer? Zurück an den Absender - oder ab in die Papiertonne.
Also rechts sind doch immer die anderen-?! Hmm...

Doch natürlich geht es mit den Flyern um Aufmerksamkeit! Wobei die sowieso schwer zu bekommen ist, ganz egal um welche Perspektive es geht. Ein Thema, was nicht bewegt - und trotzdem die Gemüter erhitzt - und sei es nur "Also das hat hier nichts verloren."
Und dennoch gibt es den ersten echten "Rücklauf" - vollständig beantwortete Umfragen. Vielen Dank dafür!

Sonntag, 2. Oktober 2016

Darum diese Studie!

Warum eine Studie, wenn das Thema doch "omnipräsent" in Gesellschaft, Politik und Medien ist? 

Themen zur Asylpolitik, zur Integration aber auch zur kulturellen Identität werden seit der Flüchtlingskrise häufig thematisiert und diskutiert in Gesellschaft und Politik - und dies findet Verbreitung über unterschiedliche Medienkanäle.
Dabei polarisieren Einstellungen oft und stereotype Wahrnehmungen treten  so in den Vordergrund, bedingen weitere Polarisation und Konfrontationen, gewollt oder ungewollt.
 
Doch bei den meisten dieser Darstellungen und Medienrepräsentationen geht es  darum, bestimmte Interessen und Ziele zu verfolgen - die oft mit der eigentlichen Sache nur am Rande in Zusammenhang stehen. Sind dies die Interessen und Ziele der Mehrheit? Sind diese Darstellungen repräsentativ?

Wissenschaft ist bemüht, objektiv, messgenau und für das jeweilige Thema "gültige" Werte zu ermitteln auf Basis einer für das Studienthema repräsentativen, also geeigneten, Grundgesamtheit - um so den Sachverhalt neutral darzustellen und damit für praktische Überlegungen eine Grundlage anzubieten. Wissenschaft bestimmt keine Politik und auch nicht Formen von Präsentation in den Medien.
Wissenschaft arbeitet für Erkenntnisgewinn. Diese Erkenntnisse können dann wieder zur Lösung "praktischer" Fragestellungen eingesetzt werden - im günstigsten Fall.
 
Und genau an dieser Stelle ist Ihre Meinung als Teilnehmerin oder Teilnehmer in dieser Studie von Bedeutung. Denn es geht nicht darum, welche Perspektiven von Politik, Asylkritikern oder Medien vertreten oder vermittelt werden, sondern es geht um Ihre Meinung.

Nehmen Sie teil.
Der Link zur Befragung befindet sich direkt unter dem Titel dieser Internetseite oder hier: http://ww2.unipark.de/uc/M_SP_Ihme/75e8/?a=  (externer Link).
 
Eine Zusammenfassung der Ergebnisse und Diskussion wird voraussichtlich im Mai 2017 auf dieser Internetseite zugänglich sein. Obwohl Masterarbeiten generell veröffentlicht werden können, kann eine "breite" Veröffentlichung darüber hinaus bei wissenschaftlichen Studien im Voraus nicht abgeschätzt werden - aufgrund einiger studienbedingter Unabwägbarkeiten, z. B. eine nicht repräsentative Stichprobe, oder Haltungen der für eine Veröffentlichung relevanten Interessengruppen, z. B. Geldgeber von Magazinen, politische Vertretungen.

Natürlich erhebt auch diese Studie und Befragung nicht den Anspruch vollständiger Erfassung eines komplexen Sachverhaltes, wie der Flüchtlingskrise. Sie kann nur einen Teilbereich betrachten - in diesem Fall die Sichtweise der hiesigen Bevölkerung.

Asylpolitik in der Psychologie?
Überwiegend finden zwar  politische Lehr- und Einsatzfelder in der akademischen Psychologie nur am Rand Beachtung. Doch weist das Hagener Studium Schwerpunkte auf zur Sozialwissenschaft und zur Gemeindepsychologie - Fachbereichen, welche sich mit dem Zusammenleben von Menschen, Gruppen und Kulturen beschäftigen. Dies sind die theoretischen und praktischen Bezüge für diese Studie.
Falls Sie sich über die Forschungs- und Lehrinstitution der FernUniversität in Hagen informieren möchten, klicken Sie bitte hier.
 
Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Teilnahmebereitschaft!